Das NEUE Buddenbrookhaus by Anton Schlesinger

 

Studio Singer erstellt für den Wettbewerbsbeitrag DAS NEUE BUDDENBROOKHAUS der Architekten Itamar Krauss und Carole Chuffart ein Konzept für Raumakustik und Schallschutz.

Seit seiner Gründung als Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum im Jahr 1993 hat sich das Buddenbrookhaus als wichtiger Standort für die nationale und internationale Familie Mann-Forschung etabliert. Diesen Rang verdankt das Buddenbrookhaus nicht zuletzt seinem Archiv und seiner umfassenden Bibliothek. Allein die Präsenzbibliothek umfasst mehr als 8.000 Bände, über 1.500 Aufsätze und mehr als 6.000 Zeitungsartikel - bei steigender Tendenz. Des Weiteren ist das Haus Sitz mehrerer literarischer Gesellschaften, der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft, der Heinrich Mann-Gesellschaft, der Golo Mann-Gesellschaft und der Erich Mühsam-Gesellschaft, und somit eng in die wissenschaftliche Forschungsarbeit eingebunden (die Lübecker Museen, 2018). 

Unser Beitrag entstand auf Einladung der Architekten*innen Atelier Krauss und CcommeC. Szenographie und Innenarchtektur erarbeitete das Büro Ruedi Baur. Verantwortlich für die Tragwerksplanung, die Haustechnik, die Ökonomie und den Denkmalschutz waren Bollinger + Grohmann, Clemens Beutler, DGI Bauwerk bzw. Frank Seehausen.

 

Club - S-Bahnbogen 46 by Anton Schlesinger

Im S-Bahnbogen der Jannowitzbrücke befindet sich der NEUE Club Darwin, gleich neben dem bekannten Marie Antoinette derselben freundlichen Betreiber.

Studio Singer beteiligte sich mit einem raumakustischen Konzept am Design. Wir maßen den akustischen Zustand vor dem Ausbau und entwarfen auf dieser Grundlage ein Konzept, welches der speziellen Akustik des Bogens und den Anforderungen von Wirtschaftlichkeit und Design gerecht wird.

Als Absorber für den mittleren und hohen Frequenzbereich wurde ein hochwirksames Akustikmaterial aus dem Straßenbau in Patches verbaut. Ihre Anordnung im Schallbrettstil ermöglicht die gleichmäßige Verteilung des Schalls im Raum (Diffusion) und vermeidet Foci unter der konkaven Decke. Zur Angleichung der tiefen Frequenzen (Bässe) an einen definierten Sound, entwickelte Studio Singer speziell auf den Raum abgestimmte Helmholtzresonatoren, die als Arrays in Einbauten integriert wurden.

Orchestergraben - Deutsche Oper Berlin by Anton Schlesinger

Singer Akustik unterstützt das Projekt SIMOPERA des IFAF Berlin bei der Umsetzung der Richtlinie 2003/10/EC mit dem Ziel, Musiker*innen im Orchestergaben vor zu hoher Lautstärke zu schützen. Hohe Schalldruckpegel in Orchestergräben sind ein verbreitetes Problem in Opernhäusern. Durch Einsatz neuer Methoden zur raumakustischen Bestandsaufnahme und Simulation, sollen gezielte Maßnahmen zur Kontrolle des Schalldruckpegel im Orchestergraben entwickelt werden, ohne die wahrgenommene Akustik im Zuschauerraum zu beeinflussen. Bestandteile der Pilotarbeit sind die räumliche Abtastung des Schallfeldes mit Arraytechnik und die Simulation der Akustik mit strahlen- und wellenbasierten Methoden (Raytracing, FEM, BEM). Singer Akustik unterstützt das SIMOPERA Projekt mit Messtechnik und Software.

Die gezeigten Abbildungen stammen von der Dr. Clauss GmbH.

Kindergarten LOK18 by Anton Schlesinger

Für den Kindergarten LOK18 am Lokdepot in Berlin Kreuzberg hat SINGER AKUSTIK im März 2018 eine raumakustische Erfassung der Gruppen- und Lernräume im alten und neuen Gebäude vorgenommen. Die Messergebnisse dienen zukünftig als Basis für die Ausführung von raumakustischen Verbesserungen der Räume. 

Martin Gropius Bau - Old Food by Ed Atkins by Anton Schlesinger

In dem auf drei Jahre angelegten Programm „Immersion“ der Berliner Festspiele werden in regelmäßiger Folge künstlerische Arbeiten zur Aufführung und Ausstellung gebracht – als Performance oder Skulptur, Choreographie, Narrative Space oder in Zusammenarbeit mit ARTE entwickelte Virtual Reality Experience. Die Ausstellung "Old Food" des Künstlers Ed Atkins ist Teil dieses Programms. Studio Singer begleitete die Vorarbeiten zu Architektur und Akustik. Ziel der Ausstellungsarchitektur war es, die Medieninstallation im Sinne des Künstlers zu präsentieren und die akustische Situation der Räume so zu verbessern, dass das Tonmaterial im Sinne des künstlerischen Werks erfahrbar wird.

„Old Food“ ist Atkins’ bisher umfangreichste Installation und choreografiert auf Monitorwänden und Flat-Screens ein Kammerspiel, das auf dubiose Weise sentimental und historisch ungenau wirkt. Mit den Mitteln von Karikatur und Parabel beschwört es das Niemandsland nostalgischer TV-Fantasywelten herauf, deren entgleisender Eskapismus das Scheitern des Fantastischen ausgerechnet an romantischen Weltentwürfen vorführt. Anders als viele von Atkins’ vorangegangenen Arbeiten ist „Old Food“ langsam – lahmgelegt und erschöpft von der eigenen offenkundigen Oberflächlichkeit. Und doch bewegt sich „Old Food“, taumelnd gefangen in einem schwermütigen Konzert, nach innen und außen abkippend."

© Ed Atkins, “Old Food”, 2017, Installation view, Martin-Gropius-Bau, Berlin, Photo: Mark Blower.
Courtesy the artist, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, Cabinet Gallery, London, Gavin Brown’s Enterprise, New York, Rome and dépendance, Brussels
 

Absorptionsmessung Vorhang Plectere by Anton Schlesinger

Die Designerin Petra Vonk lies das Absorptionsvermögen des visuell transparenten Filzvorhangs Plectere durch Singer Akustik bestimmen. In der Vorbereitung fertigten wir drei Holzständer an, mit welchen die Anordnung als flächiger Wandabsorber und die Aufstellung von drei Elementen im Raum möglich war. Die unterschiedlichen Anordnungen wurden mit der Hallraummethode in Bezug auf ihr Absorptionsvermögen im Hallraum des Staatlichen Instituts für Musikforschung vermessen. Das entstandene Messprotokoll umfasst alle notwenigen Angaben für den europäischen und den angloamerikanischen Markt, mit denen Fachplaner und Architekten raumakustische Entwürfe entwickeln. 

Das Hörspielstudio Xberg by Anton Schlesinger

Studiokomplex für Hörbuch und Hörspiel

Das Hörspielstudio XBerg vergrößert sich und zieht in die früheren Westbam-Studios in Charlottenburg. Studio Singer wurde mit der innenarchitektonischen sowie bau- und raumakustischen Planung von drei Sprecherkabinen und einem großen Aufnahmeraum beauftragt. - Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen; weitere Photos folgen.

UDK Mehrzweckraum by Anton Schlesinger

Singer Vortragsraum UdK

Raumakustische Gestaltung eines Vortragsraums

In Zusammenarbeit mit Designer Jan Blieske berät Studio Singer zur Raumakustik und Materialien für einen Arbeitsraum der UdK auf der Grunewaldstraße in Berlin. Nach der Umsetzung des Entwurfs im Sommer 2017, wird der Raum als Gruppen- und Vortragsraum genutzt werden können. Der Auftraggeber wünschte sich die Anmutung eines Workshops. Hierfür kommen Baffles aus Holzwolle, eine Wand mit akustisch wirksamer Verstäbung und großflächige Plattenschwinger als Sperrholz zu Einsatz.

Privatwohnung am Lokdepot by Anton Schlesinger

Projekt zur Verbesserung der Raumakustik in einer Wohneinheit

Ein großer über zwei Geschosse reichender Raum, welcher Küche, Korridor und den Wohnbereich umfasst, wies eine zu hohe Nachhallzeit auf. Dies führte zu erschwerten Hörbedingungen bei Mahlzeiten und Gruppengesprächen. Die Bewohnerin beauftragte uns, eine akustische Messung des Ist-Zustands durchzuführen und daraus einen Optimierungsvorschlag abzuleiten. Unter den von unserem Studio vorgeschlagenen Werkstoffen, fiel die Wahlauf einen akustisch wirksamen Vorhang, der die Nachhallzeit deutlich senkt und eine gute Sprachverständlichkeit gewährleistet.

Auditorium Oscar Niemeyer by Anton Schlesinger

In Zusammenarbeit mit der Universität von Neapel und dem Staatlichen Institut für Musikforschung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz vermaßen wir das Oscar Niemeyer Auditorium in Ravello mit einem Kreisarray. Während die klassische Punktmessung die Schalleinfallsrichtungen nicht beachtet, können mit dem Kreisarrays frühen Reflexionen räumlich getrennt und analysiert werden.

Reflexionen im führen, deterministischen Schallfeld bestimmen unsere Wahrnehmung der Raumdimensionen. Bei einer musikalischen Aufführung tragen Sie entscheidend zu den Erfahrungen von räumlicher Staffelung und Umhüllung bei. Akustiker versuchen tendenziell, frühe Reflexionen für diese Empfindungen zu nutzen, ihnen jedoch einen hohen Grad an Diffusion aufzuprägen, um deren Schärfe zu reduzieren.

Das Auditorium Niemeyer sollte ursprünglich nur aus einer Überdachung bestehen, um bei Regen eine Alternative zur Konzertbühne in der Villa Rufolo zu bieten. Aus raumakustischer Sicht wäre das in hohem Grad enttäuschend und so erwirkten die Akustiker Dragonetti und Romano das Schließen des Gebäudes. In Bezug auf die Geometrie und Materialität entstand ein asymmetrischer Bau. Die Herausforderung für die Akustiker bestand nun in einer Oberflächengestaltung, welche diese Asymmetrie akustisch balanciert.

Easy Busy Space by Anton Schlesinger

Die Räume von Easy Busy befinden sich im EG eines Wohnhauses in Berlin-Mitte, direkt am historischen „Mauerweg“. Die Bauherrin wünschte die Umgestaltung der existierenden Räume zu einem Coworking Space mit Kinderbetreuung, das neben Arbeitsplätzen diverse Angebote für Kinder und Familien bieten soll. Die Planung erfolgte als Kooperatin zwischen transstruktura und Studio Singer. Um sowohl ein ruhiges Arbeiten dicht neben dem Kinderraum als auch auch eine gute Sprachverständlichkeit in beiden Räumen zu ermöglichen, entwickelte Studio Singer zudem ein akustisches Konzept. Dazu wurden die beiden Räumen schalltechnisch entkoppelt und lamellierte Holz-Absorber an die Decke oder an die Wände montiert, die die Raumakustik verbessern.

Fotos: Marco Armborst | www.marco-armborst.de

Tonstudio Salon Berlin by Anton Schlesinger

In 2015 Christian Mevs, member of the band Slime, sound engineer and founder of the Soundgarden Recording Studio Hamburg, asked Studio Singer to consult him on the development of his new recording studio in the former GDR Fahrbereitschaft Berlin Lichtenberg with respect to room acoustics, building acoustics and design. To me that was a lucky coincidence. 

Ten years earlier, I enjoyed an internship at the Walters-Storyk Design Group. I had worked on a series of recording studios for happy Grammy winners. After that internship I digressed from room acoustics. However, based on a constant liking for craftsmanship and acoustically as well as aesthetically successful spaces, me and my friends recently set up a studio for architectural acoustics. Christian's project became my dearly wanted return to the design of recording studios.

We started with the job by looking for a suitable building in the Fahrbereitschaft area and assessed the sound insulation of several buildings. Therefore we bought a big speaker and connected it to our measurement amp. The pink noise excitation signal that arose was heard blocks away. As such it was the well defined (most witnesses reported an alluring music concrete) start-up sound of this two year project. Based on these measurements and other factors, Christian went for a floor in a red brick factory building from the early 20th century. Sylvain Livache, sound engineer and owner of the label Twaague, joined the studio's user group and therefore two control rooms were planned around a recording room.  

The initial concept for insulating the recording room was complemented with valuable solutions by the Berlin-based office of Krämer & Stegmaier. The proportions of the recording room were designed to fulfill the ITU-R 1116-1 recommendation for optimal (aka golden) room ratios. As regards the acoustics we aimed at -- in physical terms -- a high degree of diffusion and a moderate frequency-independent reverberation time. This led to -- in general terms – an immersive but airy room experience, where transients dissolve gently and notes unite. The undulating surfaces suppress flutter echoes and include huge plate absorbers for attenuating low frequency energy. Three walls are equipped with a diffusor for mid to high frequencies. The porous absorbers are spread evenly and are covered by acoustically transparent fabric. 

The Life-End-Dead-End building principle and the ITU-R 1116-1 recommendation determined the design of both control rooms. The asymmetric floor plans were countered by low order reflection control. Although both rooms are shaped for stereo, Christian's studio is additionally equipped with a spherical ambisonics system. The control rooms offer each an analogue signal chain with selected equipment

In order to create an optimal integration of acoustical modules, these were each calculated and subsequently built by skilled carpenters and musicians. During that process, we became experts in theory and execution of the production of arrays of Helmholtzresonators, plate absorbers as well as geometric and phase grating based diffusors.

The interior design is meant to give a salon like atmosphere, which is distinctive but not distractive to the musician. Although not entirely completed, we celebrate this project on the 29th of April 2017 (Opening) and wish Christian and Sylvain all the best!

Zig Zag Jazzclub by Anton Schlesinger

Studio Singer erstellte für den ZigZag Jazzclub in Berlin-Friedenau ein Schallschutzkonzept. Die Aufgabe bestand in einer besonders hohen Schallentkopplung zu den Anwohnern in dem über dem Club liegenden Stockwerk. Nach baulicher Umsetzung des Konzepts, bestehend aus einer abgehangenen Decke sowie allseitigen Vorsatzwänden, konnte in einer Abnahmemessung die Einhaltung des gesetzlich geforderten Schalldämmmaßes nachgewiesen werden.